Was ist Fasten?

Fasten ist nicht gleich Hungern, denn es bezeichnet den – in der Regel – freiwilligen Verzicht auf Nahrung. Dabei kommt es für einen begrenzten Zeitraum zu einer gewollten Umstellung von äußerer auf innere Ernährung. In diesem Sinn ist Fasten ein natürliches „Hilfsprogramm“ des Körpers, das den Menschen dazu befähigt, in Zeiten eines stark verminderten Nahrungsangebotes gesund zu überleben. Genau betrachtet, fastet der Mensch immer wenn er schläft. Das englische Wort „breakfast“ (Frühstück) heißt wörtlich übersetzt „Fastenbrechen“, die Beendigung des nächtlichen Fastens.
Am Beginn einer Fastenkur stehen ein bis zwei Vorbereitungstage und eine gründliche Darmreinigung, die durch das Abführen mittels eines Bittersalzes oder die Anwendung von Einläufen gewährleistet wird. Zentraler Bestandteil der Ernährung während des Fastens ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei unserer Fastenmethode – dem Basenfasten – besteht die Kost ausschließlich aus flüssigen Nahrungsmitteln wie frischen Gemüsesuppen und Obstsäften, Tee und stillem Wasser.

Fasten …

  • dient der Entgiftung und Reinigung des Körpers durch die Ausscheidung von Ablagerungen aus Gelenken, Gefäßsystemen, Muskel- und Bindegewebe
  • sorgt für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt
  • regt das Herz-Kreislaufsystem an
  • baut Fettreserven ab und führt zur Gewichtsreduktion
  • unterstützt die Regeneration des Darms als wichtigen Teil des Immunsystems
  • lässt Entzündungen abklingen
  • aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und beugt Krankheiten vor
  • verfeinert das Hautbild
  • macht wach und bringt Vitalität
  • trägt zur Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts bei
  • führt zur ganzheitlichen Reinigung von Körper, Geist und Seele

Warum Basenfasten?

Fastenkuren können als Regulativ genutzt werden, um den Körper zu reinigen und zu entschlacken. Das ständige Überangebot an Nahrungsmitteln in der westlichen Gesellschaft kann den Körper schädigen. Dabei gilt, dass Nahrung nicht gleich Nahrung ist: wichtig ist zunächst die Unterscheidung von basenspendenden und säurebildenden Nahrungsmitteln; entscheidend ist letztlich eine ausgewogene Ernährung, denn Säuren können krank machen. Beim Basenfasten geht es darum, nur pflanzliche Lebensmittel zu verzehren, die im Körper Basen bilden, damit der Organismus angestaute Säuren abbauen kann.

Durch eine Übersäuerung im Körper können folgende Befindlichkeitsstörungen auftreten:

  • Kopfschmerzen, Entzündungen
  • Allergien, Hautreizungen, Hautunreinheiten, Ekzeme, Cellulite
  • Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Reizdarm
  • Gelenkschmerzen, Arthrose, Osteoporose
  • Allgemeine Abwehrschwäche
  • Vitalitätsverlust, Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Depressive Verstimmungen, Ängste
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes Typ II (Zuckerkrankheit)
  • Hormonelle Störungen

Nimm solche Anzeichen wahr und ernst!

Wann Fasten?

Grundsätzlich gibt es keine Jahreszeit, die für Fastenkuren empfehlenswerter ist, als andere – die beste Zeit für das Fasten kann nur individuell bestimmt werden. In jedem Fall solltest du dich in der Fastenzeit aus dem Alltag zurückziehen können – ein Urlaub oder eine „ruhigere Phase“ bieten Körper und Geist die richtige Basis, um sich während des Fastens zu entspannen und neue Energie zu tanken. Am einfachsten und besten fastet es sich in der Gruppe, weil man sich gegenseitig motiviert.

Im Frühjahr beginnt sich unser Stoffwechsel neu zu beleben. Mit dem Körper erwacht der Wunsch, sich draußen an der frischen Luft zu bewegen. In dieser Zeit ist Fasten die perfekte Methode, um seinen Fokus zu schärfen und sich zu stärken – nicht nur für den „Frühjahrsputz“ in der Wohnung, sondern auch in uns selbst. Fasten im Frühling hilft in vielerlei Hinsicht dabei, unnötigen Ballast abzuwerfen.

Im Sommer läuft unser Stoffwechsel auf Hochtouren, gute Laune stellt sich ein, die Lust auf Aktivitäten nimmt zu. In der warmen Jahreszeit haben wir weniger Hunger – die beste Zeit, um die Pfunde purzeln zu lassen. Seelisch geht es den meisten Menschen zu dieser Jahreszeit gut, die „Herzensenergie“ ist am stärksten. Für kälteempfindliche Menschen bietet sich Fasten in den Sommermonaten besonders an.

Im Herbst stellt sich der Stoffwechsel langsam auf „kalt“ um. Zu keiner anderen Jahreszeit stehen mehr heimische Gemüsesorten auf dem Speiseplan, als jetzt. Im Rahmen einer Fastenkur genießen Sie jetzt frische, wärmende Gemüsesuppen und kommen wunderbar zur Ruhe. Das bietet die Möglichkeit, den Übergang in die kühlere Jahreshälfte bewusst zu erleben und dabei das Immunsystem zu stärken.

Im Winter sind die Tage kürzer, der Stoffwechsel ist träge und man selbst weniger vital. Leicht setzt sich in dieser Zeit die Nahrung auf den Hüften fest, denn der Körper stellt sich auf Wärmehaltung ein und vermeidet es, Energie zu verbrauchen. Fasten ist als wohltuender Start ins neue Jahr äußerst beliebt; aber auch in Februar und März weckt es die Lebensgeister, fastenleicht durch eine verschneite Winterlandschaft zu wandern. Danach ein heißer Tee… und dann ab in die Sauna oder ins Dampfbad. – Herrlich!